Schlagwort-Archive: Wintersemester 2018/19

Noch freie Plätze: Future Memories – Nostalgie für eine Zukunft (Dozentin: Prof. Dr. Nina Möntmann)

Es gibt noch freie Plätze im Seminar unserer neuen Professorin für Kunsttheorie, Prof. Dr. Nina Möntmann.

Zach Blas: Jubilee 2033, film still (2018)

Die Idee von ‚Zukunft’ steckt in einer Krise, Fortschrittsvisionen sind umstritten, Modelle globaler Gemeinschaften werden ausgebremst. In Szenarien, wie wir morgen leben wollen oder welche Bedürfnisse wir an die Zukunft stellen, geht es in erster Linie darum, zu schützen, was wir haben, sei es materieller Wohlstand oder die Umwelt. Vor diesem Hintergrund lassen sich in Kunst und Theorie viele Fragestellungen erkennen, die den Wandel eines Zukunftsbildes betreffen: Warum wurde Fortschritt so unpopulär? Muss Fortschritt tatsächlich immer die Ausbeutung von Menschen, natürlichen Ressourcen und der Umwelt implizieren? Weiterlesen

Noch freie Plätze: Future Memories – Utopistics. Immanuel Wallerstein. Historische Alternativen des 21. Jahrhunderts (Dozentin: Prof. Dr. Nina Möntmann)

Es gibt noch freie Plätze im Seminar unserer neuen Professorin für Kunsttheorie, Prof. Dr. Nina Möntmann.

LESESEMINAR

Die These der Weltsystem-Analyse des Soziologen Wallerstein lautet: Die Welt befindet sich im Zeitalter des Übergangs zu einem neuen System. Eine strukturelle Krise hat zu Beginn des 21. Jahrhunderts die Zentren der Weltwirtschaft erreicht, welche den globalen Finanzkapitalismus und seine Machtverhältnisse ablösen wird. Denn die von der mächtigsten Militärmacht USA und den Profiteuren der Weltwirtschaft dominierten Beziehungen zwischen Nord und Süd sind gerade dabei, ihr Gleichgewicht zu verlieren und ins Chaos zu stürzen. In diesem Prozess haben die liberalistische Ideologie, das moderne, für die Kapitalverwertung unabdingbare Staatensystem sowie die Wohlfahrtsprojekte für die Zentren der Weltwirtschaft ihre Glaubwürdigkeit verloren. Auch wenn es im Moment nur schwer danach aussieht, kann laut Wallenstein hier eine historische Chance für ein besseres, ein gerechteres Wirtschaftssystem liegen. Weiterlesen

Noch freie Plätze: Interfacing Care + Ecology > Intra-Acting (Dozentin: Deborah Ligorio)

Artistic production thought through the use of tools taken from feminist thinking, care, ecology and design. We will apply principles of care and axioms of impact [environmental, emotional, affective, economic, generative] referring to Karen Barad’s “Intra-action” and “Apparatus”, and Donna Haraway’s “naturcultur”. Weiterlesen

Noch freie Plätze: Ein Bild (Dozentin: Laura Horelli)

Blockseminar: 14./15.12.18 und 11./12.01.19

Laura Horelli, »Jokinen«, 2016

Die TeilnehmerInnen sollen ein Standbild zum Seminar mitbringen. Dieses Bild könnte entweder ein persönliches Foto sein oder aus einer Zeitung, einer Zeitschrift, einem Film, einer Fernsehserie oder dem Internet stammen. Man kann auch eine eigene Szene inszenieren oder etwas dokumentarisch aufnehmen, zum Beispiel in der Uni, auf der Arbeit, Zuhause, in der Stadt oder auf Reisen. Vielleicht führt ein Bild zum anderen, und man bringt eine Serie mit…  Weiterlesen

Noch freie Plätze: New Documentary Photography (Dozentin: Olga Holzschuh)

Blockseminar: Mo, 04.02.2019 – Fr, 08.02.2019

Wie wird Dokumentarfotografie heute definiert? Wie hat sich der Begriff und das Genre im Bereich der künstlerischen Fotografie entwickelt und in Bezug auf neue Techniken, Erzähl- und Kommunikationsweisen verändert? Wie wird damit in künstlerischer Praxis umgegangen und welche Rolle spielt der*die Fotograf*in bei der Produktion von Bildern und Interpretation von Wirklichkeit?  Weiterlesen

THEORY ESPRESSO mit Ingrid Roscheck

Obwohl Ingrid Roscheck eigentlich gar keinen Espresso trinkt, sprechen wir heute trotzdem bei einem koffeinhaltigen Heißgetränk mit ihr über ihre aktuellen Lehrveranstaltungen »völlig schwerelos« und »Mapping Me, Mapping You«. Dabei erhalten wir außerdem einen Einblick in ihre Arbeit und dem Atelier, das K7.

Semesterthema 2018/19: Future Memories

„Die Zukunft ereignet sich vor der Gegenwart, die Zeit kommt aus der Zukunft.“1, so lautet eine derzeit gängige philosophische These. Versuche, die Zukunft durch Wahrscheinlichkeitsberechnungen, Risikosimulationen und Szenarioanalysen vorherzubestimmen, machen sie zu einer wirkmächtigen und gleichsam umkämpften Variable im Hier und Jetzt. Gleichzeitig stellt sich das Kommende heute längst nicht mehr als so verheißungsvoll dar, wie es noch in den Fortschrittserzählungen der Moderne den Anschein hatte. Statt auf einen Idealzustand hinauszulaufen, machen sich die irreparablen Eingriffe des Menschen in der Gegenwart langsam bemerkbar. Klimawandel, Ressourcenknappheit, schwelende globale Konflikte und wachsende soziale und ökonomische Ungleichheit lassen die Zukunft am Horizont ungewiss erscheinen. Zugleich beschleunigt sich der Zirkel technologischer Innovationen, so dass, was gestern noch Science Fiction war, heute schon gesellschaftliche Infrastrukturen bestimmt. Auch in Kunst und Kultur findet dies seinen Ausdruck: Vor dem Hintergrund fortschreitender Digitalisierung beschäftigen sich zahllose Künstler*innen, Filmemacher*innen, Autor*innen, Designer*innen und Architekt*innen mit dem utopischen und dystopischen Potentialen der Zukunft und vermitteln mit ihren Spekulationen einen Eindruck von den mannigfaltigen Möglichkeiten kommender Gegenwarten – jenseits der Geschlossenheit berechneter Szenarien.  Weiterlesen