Schlagwort-Archive: Kunst

Vortrag von Kristin Klein: »I wanted to show you the world but I only had 2GB« [1]. Forschungsnotizen aus dem Projekt Post-Internet Arts Education Research (PIAER)

Ringvorlesung Master Intermedia
Di, 22.10.2019 | 18:00 Uhr
Institut für Kunst & Kunsttheorie | Block B | THEATER
R 2.212 | Gronewaldstraße 2 | Köln

Der Begriff der Digitalität verweist auf eine Vielzahl komplexer und asynchroner Prozesse, die sich in unterschiedlicher Weise auf Individuen und gesellschaftliche Bedingungen, auf materielle Umwelten sowie auf kulturelle Praxen auswirken und durch diese wiederum beeinflusst werden.

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Freie Plätze im Seminar: Freie Action Settings. Kunst im öffentlichen Raum und Pädagogik zusammendenken

Künstlerische Action Settings, bewegen sich an den Schnittstellen von eigenständiger Setzung, aufwendiger Spielinszenierung und Vermittlung, sie laden zum Partizipieren ein und setzen konkrete Handlungsimpulse. Im Seminar werden ausgewählte historische sowie zeitgenössische Positionen vor dem Hintergrund institutionskritischer und feministischer Perspektiven, gemeinsam besprochen. Beispiele hierfür sind Spielplatzkonzepte der 70er und 80er Jahre, aktionspädagogische Happenings und zeitgenössische Positionen der Aktionskunst (Spielplätze der Group Ludic, das Aktionssetting zur 35. Biennale di Venezia der Gruppe KEKS,die feministischen Lern-Environments Doris Stauffers, Spielstadtkonzepte u.a.). Insbesondere geht es darum, wie Action Settings Öffentlichkeit herstellen, bzw. ihren Umraum kritisch auf Formen von Öffentlichkeit hin befragen, wie sie Teilnehmende in künstlerische Spielprozesse einbinden und in welchem politischen und sozialen Kontext sie darin stehen. Das Seminar wird begleitet von praktischen Übungen und gemeinsam erarbeiteten Entwürfen für Action Settings gegen Ende des Seminars.

Dienstags, 14 – 17.30 Uhr, (14-tägig), Raum Labor für Kunst und Forschung,

Beginn: Di, 15.10. 2019

Dozentin: Maximiliane Baumgartner
Bild: Film-Still, aus „Das Ohr“, PA-Pädagogische Aktion, Super 8, um 1980

Sondertermin Mappenabholung am 12.08.19

Die im Rahmen der Eignungsprüfung 2019 eingereichten Mappen (sowie Zeugnisse und Lebensläufe) können an einem zusätzlich eingerichteten Termin abgeholt werden: 12.08.19, 16.00-18.00 Uhr (Raum 0.324 o. 0.313). Weitere Ausnahmen für eine vorzeitige Abholung oder andere Zusatztermine sind nicht möglich.
Denken Sie bitte daran, dass Sie sich bei der Abholung der Mappe ausweisen müssen. Fremdabholer*innen benötigen eine formlose, schriftliche Ermächtigungserklärung sowie eine Kopie des Personalausweises der Bewerber*in, beides in Papierform mit Original-Unterschrift der Bewerber*in. Auch die Fremdabholer*in sollte bitte ihren Personalausweis bereithalten.
Weitere Infos zur Mappenabholung: https://www.hf.uni-koeln.de/39961

Foto: Debby Hudson, unsplash.com

FIELD SCHOOL: BERLIN Critical Spatial Investigations into Urban Space

In Kooperation mit Parson, The New School, School for Art and Technology, New York im Rahmen von Cologne Summer / Winter Schools.

Die „Field School: Berlin“ thematisiert das heterogene Erleben und Erfahren unseres alltäglichen städtischen Lebensumfeldes und ihren sozio-politischen Bedingungen im posturbanen Raum. Untersucht werden spezifische Momente und Logiken des globalen urbanen Wandels und der Hybridisierung, wie sie in Stadt, Architektur, Nachbarschaften und Alltag in Zusammenspiel mit neuen Technologien zum Ausdruck kommen. Wie werden urbane Transformationsprozesse durch Architektur und gebauten Raum sichtbar, vermittelt und repräsentiert? Wie lassen sich sozio-politische Veränderungen und Raumproduktionen erforschen, darstellen und im Feld der Kunst verhandeln? Welche mittelbaren und unmittelbaren Auswirkungen der digitalen Technologien auf unsere gebaute Lebenswelt sind zu verzeichnen? Wie verändern sich unsere sozialen und urbanen Gefüge?

Ausgehend von diesen Fragen widmet sich die „Field School: Berlin“ der Erforschung und Neuverhandlung des urbanen Raums mittels künstlerischer Praktiken als methodisches Werkzeug und verortete Praxis im Kontext der Stadt. Dazu widmen wir uns Theorien des urbanen Alltags, den Konzepten von Raumproduktion, (medialen) Bildpolitiken und Öffentlichkeiten. Durch Strategien wie etwa der Beobachtung, der Psychogeographie und experimentellen Kartografie, des dérive, oder der Critical Spatial Practise, erforschen, analysieren und visualisieren wir die Heterogenität des urbanen Raums, wie sich urbane Bewegungen und öffentliche Räume verändert haben und mögliche Widerständigkeiten innerhalb der Routinen unseres urbanen Alltags.

Die „Field School: Berlin“ wird als Kooperation des Labor für Kunst und Forschung, Institut für Kunst und Kunsttheorie der Universität zu Köln mit dem Observational Practices Lab von Parson, The New School, School for Art and Technology, New York durchgeführt. Sie ist konzipiert als transdisziplinäres Kulturaustausch-Projekt, das Studierende aus unterschiedlichen Fächern aus Köln und New York zusammenbringt. Berlin mit seiner vielschichtigen sozio-politischen Geschichte und ihrer sehr sichtbaren Auswirkung auf die Topografie der Stadt, in Verknüpfung mit der aktuellen Bedeutung und Attraktivität für die internationale Kunst- und Kulturszene, bietet dabei einen einzigartigen Ausgangspunkt für diese Auseinandersetzungen.

Die Reise- und Unterkunftskosten werden vom International Office bezuschusst.
Informationen zu Termin und Anmeldung siehe Klips.

Gastkünstlervortrag von Ines Schaber: „Notes on Archives“

Zeitgenössische Positionen künstlerischer Praxis und Theorie

Di, 25.06.2019 | 16:00 Uhr
Labor für Kunst und Forschung
City Passagen, 1. Etage, Dürener Str. 89

Seit fast fünfzehn Jahren beschäftigt sich Ines Schaber auch mit Fragen um das Archiv. Als Teil dieser Auseinandersetzung entstanden sowohl eine Serie von künstlerischen Arbeiten und Fallstudien, als auch Texte und Essays. 2018/19 veröffentlichte sie dazu die (vorerst) fünfteilige Buchserie Notes on Archives, die sie in ihrem Vortrag in Köln vorstellen wird. Dabei wird es auch um Fragen von künstlerischem Arbeiten zwischen Schreiben, Recherche, individueller und kollaborativer Produktion, als auch um Fragen eines „anderen“ Wissens gehen.

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BORDER / NO BORDER – Daniel Schüßler

Präsentation/Performance Mi. 19.6.2019 – um 18.30 Uhr – PREAP / Raum K8 

Im Seminar von Daniel Schüssler beschäftigten sich Studierende der Ästhetischen Erziehung, der Kunstpädagogik und des Studienganges Intermedia mit dem Thema Grenzen und Grenzüberschreitungen im gesellschaftlichen und performativen Raum.
Es wurde sich den folgenden Fragen zugewendet: Welche Assoziationen verbinden wir mit dem Wort Grenze? Wir leben in einem Zeitalter, in dem sich (alt)bekannte Grenzen auflösen und neue Grenzen gezogen werden. Dadurch müssen wir uns mal als Individuum, mal als Glied einer Gesellschaft, mal als globalisierte Erdenbewohner*innen neu ausrichten und definieren, ein- oder unterordnen. Wie wollen wir uns als Mensch und Gesellschaft in dieser neuen Welt verorten, in Anbetracht des Klimawandels, im digitalen Zeitalter mit neuen Räumen und Grenzen jenseits unserer Vorstellungskraft, angesichts der aktuellen rasanten geopolitischen Verschiebungen, nicht mehr rational nachvollziehbaren globalisierten Handels- und Finanzströmen? Und wie gehen wir mit den menschlichen Grenzen um? Mit den Grenzen unseres Körpers, unseres Geistes, unseres Lebens. Anhand dieser Themen begab sich das Seminar auf eine performative Spurensuche zu inneren und äußeren Grenzen.
Um Artikulation zu diesen Fragen zu finden wurde Im Seminar mit Techniken der performativen Stückentwicklung gearbeitet und Wege der Materialfindung aufgegriffen, aus der darstellerische und performative Vorgänge entwickelt werden konnten. Die Studierenden kreierten aus den einzelnen Versatzstücken ihrer Forschung nun eine gemeinsame Performance: Ein grenzwertiges Experiment welches am Mittwoch den 19.6.2019 um 18:30h öffentlich durchgeführt wird.

Gastkünstlervortrag von Christine Reifenberger: Feuer Wasser Erde Luft – Chronologie einer künstlerischen Entwicklung

Zeitgenössische Positionen künstlerischer Praxis und Theorie

Do, 06.06.2019 | 18:00 Uhr
Institut für Kunst & Kunsttheorie | Block C | Studio R 0.319
Gronewaldstraße 2 | Köln

Über die langjährige Beobachtung von Naturphänomenen ist in die Bildsprache von Christine Reifenberger eine intensive Beschäftigung mit dem Zyklischen, dem Wachstum und der Auflösung eingegangen.
Das Flüchtig-Bewegte, das sich in einem Moment der höchsten Konzentration zum Bild verdichtet, reflektiert die in der Malerei von Christine Reifenberger dominierenden Aspekte von Licht, Geste, Raum und Materialität. Die Malerin „bewegt“ das Papier zusammen mit der Farbe aus dem Moment heraus. Dies geschieht in einem Akt der Form und Farbsetzung. Papierarbeiten werden im malerischen Prozess durch Wölbungen, Drehungen und Faltungen zu Fragmenten und plastischen Gebilden. Zerstörung und Auflösung des Papiers wird dabei zum bildnerischen Element. Malerei ist so Form gewordenes fluides Material, Momentaufnahme eines Zwischen-zustandes, scheinbar jederzeit bereit, sich zu bewegen, sich aufzulösen oder zu transformieren.

Der Malprozess wird zum Pendelschlag zwischen Minimalismus – das scheinbare
„Nichtstun“ oder „Entstehen lassen“ mit flüssigen Farbschüttungen- und
dem Zulassen von verspielt wuchernden Formen, die mit dem Geist und der
Energie des Barock und Rokoko spielen. Materialimitationen und Irritationen
spielen hierbei eine wichtige Rolle. Seit geraumer Zeit hat Reifenberger dafür
Kupfer, Aluminium, Phosphor, Schwefel und Neonpigmente in ihre Arbeitsprozesse
eingebunden. Papier wird so zu Metall, Stein, Erde, Luft, Wolke, zu
einer volatilen Stofflichkeit.

Christine Reifenberger
1985 – 88 Staatsoper München, Theatermalerlehre
1989 – 97 Studium an den Kunstakademien München
und Düsseldorf
seit 1992 lebt und arbeitet in Köln
Ausstellungen im In- und Ausland

2019 in Köln und im Rheinland noch zu sehen:
ab 25. Aug: FARBE – PAPIER – MALEREI, Verein für aktuelle Kunst,
Oberhausen (group)
ab Okt: Kabinettausstellung – Schenkung von Wolfgang Hanck,
Museum Kunstpalast, Düsseldorf (group)
ab Dez: MATjÖ, Raum für Kunst, Köln (solo)

CLAIMING COMMON SPACES

In Alltag, Politik und Kunst ist das Digitale so allgegenwärtig wie unsichtbar. Staatliche Kontrolle, die Monopole der großen Plattformen und das Versprechen der Partizipation – das digitale Leben ist umstritten und umkämpft wie lange nicht. Vor dem Hintergrund dieser Ambivalenz lädt CLAIMING COMMON SPACES II ein, die Möglichkeiten zur Aneignung digitaler Praktiken zu erkunden und die Zukunft gemeinschaftlicher Räume zu entwerfen. Wie lässt sich das Digitale als gemeinsames Wirkungsfeld für künstlerische Arbeit und ihre Kontexte gestalten und beanspruchen? Workshops, Vorträge, Diskussionen und Performances beleuchten die Interaktion von menschlichen und technischen Körpern, die algorithmische Verwertung von Datenspuren in der Stadt, die Zukunft öffentlicher Infrastrukturen und Institutionen. Wo liegen die Chancen, unseren digitalen Alltag mitzugestalten?

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Gastvortrag von Markus Hoffmann: Das Unterrichtsthema »Internetpropaganda« aus Sicht männlicher Schüler

Ringvorlesung Master Intermedia
Di, 04.06.2019 | 18:00 Uhr
Institut für Kunst & Kunsttheorie | Block B | THEATER
R 2.212 | Gronewaldstraße 2 | Köln

Im Vortrag wird in einem ersten Baustein zunächst dargestellt, warum seit einigen Jahren eine werte- und körperbezogene Retraditionalisierung bei männlichen Jugendlichen besonders aus prekären Milieus zu verzeichnen ist und welche Bedeutung diese Retraditionalisierung innehat. Danach kann plausibilisiert werden, dass sich Internetpropaganda als grundsätzlich anschlussfähig an die Lebenssituation männlicher Jugendlicher aus prekären Milieus erweist. In einem zweiten Baustein wird erläutert, welche grundsätzlichen sozialisatorischen Aufforderungen Unterricht aus Sicht eines Schülers beinhalten. Diese beiden Bausteine werden schließlich miteinander verknüpft, um so Internetpropaganda als Unterrichtsthema peertheoretisch einzuordnen. Als entscheidende Momente für das Unterrichtsthema kommen so besonders der Themenbeginn, die Ansprache und kommunizierte Intention der Lehrer*in sowie die Bedeutung des Peer-Learning in den Blick.

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BRING A PIECE 3! #IMPROVISATION

Alles anders als gedacht? An diesem Abend dreht sich alles um IMPROVISATION – als eine nicht zu unterschätzende Strategie und Kompetenz im professionellen Lehrer*innenhandeln. Sechs Kunstlehrer*innen und Ästhetische Erzieher*innen erzählen uns anhand von Bildmaterialien, Objekten und Fundstücken zum Thema Improvisation aus ihrer Unterrichtspraxis. In lockerer Atmosphäre werden Erlebnisse, Ideen und Methoden mit Studierenden geteilt. Die mitgebrachten Fundstücke sind symbolische Hilfsmittel, Material, Auslöser, Prozessbeispiele oder tatsächliche Produkte von Improvisation und laden zum neugierigen Nachfragen ein. Wir freuen uns auf eine weitere Runde Bring a Piece! mit vielen Inspirationen aus einer diversen Praxis Ästhetischer Bildung!