Schlagwort-Archive: Intermedia

Gastkünstlervortrag von Ines Schaber: „Notes on Archives“

Zeitgenössische Positionen künstlerischer Praxis und Theorie

Di, 25.06.2019 | 16:00 Uhr
Labor für Kunst und Forschung
City Passagen, 1. Etage, Dürener Str. 89

Seit fast fünfzehn Jahren beschäftigt sich Ines Schaber auch mit Fragen um das Archiv. Als Teil dieser Auseinandersetzung entstanden sowohl eine Serie von künstlerischen Arbeiten und Fallstudien, als auch Texte und Essays. 2018/19 veröffentlichte sie dazu die (vorerst) fünfteilige Buchserie Notes on Archives, die sie in ihrem Vortrag in Köln vorstellen wird. Dabei wird es auch um Fragen von künstlerischem Arbeiten zwischen Schreiben, Recherche, individueller und kollaborativer Produktion, als auch um Fragen eines „anderen“ Wissens gehen.

Weiterlesen

BORDER / NO BORDER – Daniel Schüßler

Präsentation/Performance Mi. 19.6.2019 – um 18.30 Uhr – PREAP / Raum K8 

Im Seminar von Daniel Schüssler beschäftigten sich Studierende der Ästhetischen Erziehung, der Kunstpädagogik und des Studienganges Intermedia mit dem Thema Grenzen und Grenzüberschreitungen im gesellschaftlichen und performativen Raum.
Es wurde sich den folgenden Fragen zugewendet: Welche Assoziationen verbinden wir mit dem Wort Grenze? Wir leben in einem Zeitalter, in dem sich (alt)bekannte Grenzen auflösen und neue Grenzen gezogen werden. Dadurch müssen wir uns mal als Individuum, mal als Glied einer Gesellschaft, mal als globalisierte Erdenbewohner*innen neu ausrichten und definieren, ein- oder unterordnen. Wie wollen wir uns als Mensch und Gesellschaft in dieser neuen Welt verorten, in Anbetracht des Klimawandels, im digitalen Zeitalter mit neuen Räumen und Grenzen jenseits unserer Vorstellungskraft, angesichts der aktuellen rasanten geopolitischen Verschiebungen, nicht mehr rational nachvollziehbaren globalisierten Handels- und Finanzströmen? Und wie gehen wir mit den menschlichen Grenzen um? Mit den Grenzen unseres Körpers, unseres Geistes, unseres Lebens. Anhand dieser Themen begab sich das Seminar auf eine performative Spurensuche zu inneren und äußeren Grenzen.
Um Artikulation zu diesen Fragen zu finden wurde Im Seminar mit Techniken der performativen Stückentwicklung gearbeitet und Wege der Materialfindung aufgegriffen, aus der darstellerische und performative Vorgänge entwickelt werden konnten. Die Studierenden kreierten aus den einzelnen Versatzstücken ihrer Forschung nun eine gemeinsame Performance: Ein grenzwertiges Experiment welches am Mittwoch den 19.6.2019 um 18:30h öffentlich durchgeführt wird.

Gastvortrag von Shakuntala Banaji: Intertextuality as method in a time of technologisied misinformation: WhatsApp, rumours and vigilante publics

Ringvorlesung Master Intermedia
Di, 18.06.2019 | 18:00 Uhr
Institut für Kunst & Kunsttheorie | Block B | THEATER
R 2.212 | Gronewaldstraße 2 | Köln

Historically, international media has both distanced itself from and participated in social imaginaries, political debates and ideological contentions. As the spread of hate propaganda around Muslims and migrants and the domestication of new technologies is implicated in off-screen events such as discriminatory misinformation, murderous mobs, mass shootings or movements against climate change and gender violence (#metoo), questions abound about the ways in which news, advertising, fiction drama and cinema might nuance or strengthen social media imaginaries.

Weiterlesen

Gastkünstlervortrag von Christine Reifenberger: Feuer Wasser Erde Luft – Chronologie einer künstlerischen Entwicklung

Zeitgenössische Positionen künstlerischer Praxis und Theorie

Do, 06.06.2019 | 18:00 Uhr
Institut für Kunst & Kunsttheorie | Block C | Studio R 0.319
Gronewaldstraße 2 | Köln

Über die langjährige Beobachtung von Naturphänomenen ist in die Bildsprache von Christine Reifenberger eine intensive Beschäftigung mit dem Zyklischen, dem Wachstum und der Auflösung eingegangen.
Das Flüchtig-Bewegte, das sich in einem Moment der höchsten Konzentration zum Bild verdichtet, reflektiert die in der Malerei von Christine Reifenberger dominierenden Aspekte von Licht, Geste, Raum und Materialität. Die Malerin „bewegt“ das Papier zusammen mit der Farbe aus dem Moment heraus. Dies geschieht in einem Akt der Form und Farbsetzung. Papierarbeiten werden im malerischen Prozess durch Wölbungen, Drehungen und Faltungen zu Fragmenten und plastischen Gebilden. Zerstörung und Auflösung des Papiers wird dabei zum bildnerischen Element. Malerei ist so Form gewordenes fluides Material, Momentaufnahme eines Zwischen-zustandes, scheinbar jederzeit bereit, sich zu bewegen, sich aufzulösen oder zu transformieren.

Der Malprozess wird zum Pendelschlag zwischen Minimalismus – das scheinbare
„Nichtstun“ oder „Entstehen lassen“ mit flüssigen Farbschüttungen- und
dem Zulassen von verspielt wuchernden Formen, die mit dem Geist und der
Energie des Barock und Rokoko spielen. Materialimitationen und Irritationen
spielen hierbei eine wichtige Rolle. Seit geraumer Zeit hat Reifenberger dafür
Kupfer, Aluminium, Phosphor, Schwefel und Neonpigmente in ihre Arbeitsprozesse
eingebunden. Papier wird so zu Metall, Stein, Erde, Luft, Wolke, zu
einer volatilen Stofflichkeit.

Christine Reifenberger
1985 – 88 Staatsoper München, Theatermalerlehre
1989 – 97 Studium an den Kunstakademien München
und Düsseldorf
seit 1992 lebt und arbeitet in Köln
Ausstellungen im In- und Ausland

2019 in Köln und im Rheinland noch zu sehen:
ab 25. Aug: FARBE – PAPIER – MALEREI, Verein für aktuelle Kunst,
Oberhausen (group)
ab Okt: Kabinettausstellung – Schenkung von Wolfgang Hanck,
Museum Kunstpalast, Düsseldorf (group)
ab Dez: MATjÖ, Raum für Kunst, Köln (solo)

Gastvortrag von Markus Hoffmann: Das Unterrichtsthema »Internetpropaganda« aus Sicht männlicher Schüler

Ringvorlesung Master Intermedia
Di, 04.06.2019 | 18:00 Uhr
Institut für Kunst & Kunsttheorie | Block B | THEATER
R 2.212 | Gronewaldstraße 2 | Köln

Im Vortrag wird in einem ersten Baustein zunächst dargestellt, warum seit einigen Jahren eine werte- und körperbezogene Retraditionalisierung bei männlichen Jugendlichen besonders aus prekären Milieus zu verzeichnen ist und welche Bedeutung diese Retraditionalisierung innehat. Danach kann plausibilisiert werden, dass sich Internetpropaganda als grundsätzlich anschlussfähig an die Lebenssituation männlicher Jugendlicher aus prekären Milieus erweist. In einem zweiten Baustein wird erläutert, welche grundsätzlichen sozialisatorischen Aufforderungen Unterricht aus Sicht eines Schülers beinhalten. Diese beiden Bausteine werden schließlich miteinander verknüpft, um so Internetpropaganda als Unterrichtsthema peertheoretisch einzuordnen. Als entscheidende Momente für das Unterrichtsthema kommen so besonders der Themenbeginn, die Ansprache und kommunizierte Intention der Lehrer*in sowie die Bedeutung des Peer-Learning in den Blick.

Weiterlesen

Gastvortrag von Jane Müller: Aufwachsen mit Medien. Qualitative Perspektiven auf mediatisierte Sozialisationsprozesse

Ringvorlesung Master Intermedia
Di, 21.05.2019 | 18:00 Uhr
Institut für Kunst & Kunsttheorie | Block B | THEATER
R 2.212 | Gronewaldstraße 2 | Köln

Indem Menschen auf eine gewandelte Medienlandschaft reagieren, ändert sich ihr Handeln, ihr Alltag und darüber die Gesellschaft als Ganzes. Dieser Prozess macht auch vor der Sozialisation nicht halt. Wurde die Rolle der Medien im Prozess des Aufwachsens zunächst eher am Rande mitgedacht und später als Mediensozialisation verhandelt, bei der Medien die Position eines Sozialisationsagenten zugedacht wurde, so steht heute die Annahme im Raum, dass Mediatisierungsprozesse den Rahmen, die Akteure und die Prozesse des Aufwachsens verändern. Diese Veränderungen adäquat zu erfassen, stellt vielfältige Anforderungen an die empirische Sozialforschung.

Weiterlesen

Gastkünstlervortrag von Michael Jäger: „Wenn man nix sieht schaut man länger hin“

DIE KÜNSTLER SIND ANWESEND

Zeitgenössische Positionen künstlerischer Praxis und Theorie

Do, 09.05.2019 | 18:00 Uhr
Institut für Kunst & Kunsttheorie | Block C | Studio R 0.319
Gronewaldstraße 2 | Köln

Von Rändern und Präsenz oder ein Klumpen Gold
Übereinander und Sichtbar. Das Schweigen der Bilder ertragen. Abbild sein. Spiegel. Die Nuanciertheit der Farben. Etwas vor Augen führen. Bisher nicht so erschienen. Bild sein. Aus dem Vorherigen. Blau. Dem Auge trauen. Leidenschaft entdecken, verwerfen, zulassen und folgen. Bilder als Bühne. Die Farben der Akteure. Orange. Material der Farbe, die Far- be formen. Die Form, das Wie der Materie, das Was der Materie, der Form. Substanz und Idee verknüpfen. Summe plus Rest. Kraft und Gehalt. Das Gedächtnis an Orte, an Klang,
an Schmecken, an Höhen und Täler. Violett. Das Staunen, der Mehrwert der Erfahrung aus dem Sehen. Wann aus einem Stück Holz ein Stuhl wird. Bewusst. Schwarz. Verantwortung übernehmen. Rot. Die Idee der Werke. Subjektivität. Die Bilder als Speicher, der Orte und Erinnerungen. Weiss. Utopie und Pathos. Grün. Möglichkeit und der Ort dazwischen, die Malerei. Objektivität. Hinsehen, weggehen, teilnehmen, loslassen, erfinden, erweitern. Unbewusst. Zum Punkt der Gewissheit kommen. Wiederholen. Das Aufrichten des Bildes. Gelb. Ein Gegenüber sehen. Präsenz. Was passiert da? Am Ende doch ein Klumpen Gold!
Michael Jäger, April 2019

Weiterlesen

Save the Date: Tagung »Mikroformate. Mediale Kleinstformate zwischen (Re-)Produktion und Wahrnehmung« vom 27-29.6.19 an der Universität zu Köln

Die Tagung beschäftigt sich mit ästhetischen Formen der Verkürzung und Verdichtung, wie sie sich in den aktuellen Rezeptionspraktiken der Medienkultur (aber nicht nur da) beobachten lassen. Die kurze Form, wie sie beispielsweise schon Roland Barthes im Medium der Schrift reflektierte, ist in den vergangenen Jahren in den Kultur- und Medienwissenschaften extensiv für andere mediale Formate diskutiert worden. Wir wollen an diesen Diskurs anknüpfen und dabei gleichsam den Fokus verschieben, indem wir neben kurzen Mikroformaten vor allem auch die ästhetischen „Mikropraktiken“ der Rezipient*innen in den Blick nehmen. Weiterlesen

Gastvortrag von Holger Schramm: Musik in der deutschen Fernsehwerbung

Ringvorlesung Master Intermedia Di, 07.05.2019 | 18:00 Uhr Institut für Kunst & Kunsttheorie | Block B | THEATER R 2.212 | Gronewaldstraße 2 | Köln Musik ist zu einem nicht mehr wegzudenkenden Element von Werbung in audiovisuellen Medien geworden. Welchen Stellenwert hat sie aktuell in der deutschen Fernsehwerbung? Welche Funktionen erfüllt Musik für die TV-Werbung und welche Formen nimmt sie an? Wie wirkt sie und welche Rolle spielt dabei der sogenannte ‚Musical Fit‘, also die Passung zwischen Werbespot und Musik? Diese Fragen werden im Vortrag beantwortet. Weiterlesen

Gastkünstlervortrag von Jan Kolata: »Ernste Spiele« – im Atelier des Malers

Do, 11.04.2019 | 18 Uhr
Block C | Studio R 0.319
Gronewaldstraße 2 | Universität zu Köln

DIE KÜNSTLER SIND ANWESEND
Zeitgenössische Positionen künstlerischer Praxis und Theorie

Wenn ich male, liegen die Bildflächen auf dem Boden. Auf die Leinwand geschüttete, dicht pigmentierte Malfarbe und deren Manipulation mit unterschiedlichen, meist aus dem Baumarkt stammenden Geräten (Putzrakel, Fensterwischer, Mikrofasertücher, Flächenstreicher) bilden das Amalgam, aus dem allmählich das Bild erfunden und geformt wird. Nicht die vorgefasste Idee, sondern das bedenkende Handeln mit dem Material führt – wenn es gelingt – in einem vielschichtigen Prozess zum Bild. Den Kairos, den glücklichen Moment, zu erkennen und zu ergreifen, wenn zwischen gewolltem Akt und Zufall sich blitzartig das Bild zeigt – das ist die Aufgabe. (Jan Kolata)

Jan Kolata
1949 geboren in Immenstadt / Allgäu
1970 bis 1977 Kunstakademie Düsseldorf
1975 Meisterschüler von Erich Reusch
2006 bis 2016 Professur für Malerei an der TU Dortmund