Schlagwort-Archiv: Intermedia Ringvorlesung

Gastvortrag von Olga Holzschuh am 11.12.2018: like me

Ringvorlesung Master Intermedia
Di, 11.12.2018 | 18:00 Uhr
Institut für Kunst und Kunsttheorie | Block B | .theater
R 2.212 | Gronewaldstraße 2 | Köln

Olga Holzschuh, liquid heart, Close Up of a 4min Videoloop, 2017, Modelcredit: Miriam J. Carranza

Der über den Display gebeugte Körper ist wohl eines der eingängigsten Motive, in welchem ein spezifisch zeitgenössisches Verhältnis von Technologien und ihren Nutzer*innen zum Ausdruck kommt. Solche paradigmatischen Posen und Gesten des alltäglichen Umgangs mit sogenannten Nahkörpertechnologien macht die Künstlerin Olga Holzschuh zum Gegenstand ihrer künstlerischen Untersuchung. Ausgehend von der Vorstellung ihrer aktuellen Projekte „/the anger belongs to the gods“, „analysis on distance“ und „liquid heart“ richtet Holzschuh den Fokus ihres Vortrags ”like me” auf die enge Beziehung zwischen digitaler Technologie und der sich verändernden Wahrnehmung von Wirklichkeit und ihrer (Ent-)Materialisierung. Im Zentrum steht die Frage, wie sich die technologischen Bedingungen auf unser Denken, Handeln und Fühlen auswirken und in bestimmten Bildästhetiken manifestieren. Dabei arbeitet sie meist raumübergreifend und lässt in ihren Installationen Fotografie, Video, Zeichnungen und performative Elemente aufeinander treffen. Im Vortragsgespräch wird sie auf ihre künstlerischen Strategien und bildgebenden Verfahren eingehen.

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Gastvortrag von Niclas Stockel am 04.12.2018: Musik/Video 2018 – Zwischen digitaler Web-Ästhetik und analoger Nostalgie

Ringvorlesung Master Intermedia
Di, 04.12.2018 | 18:00 Uhr
Institut für Kunst und Kunsttheorie | Block B | .theater
R 2.212 | Gronewaldstraße 2 | Köln

Das Musikvideo im Jahr 2018 lässt einige interessante Beobachtungen zu. Zum einen sind Tendenzen und Transformationen auszumachen, die zunehmend die Bildwelten der Netzkultur inkorporieren. Zum anderen entstehen zeitgleich zur ästhetischen Ausrichtung im zeitgenössischen Kino und „Quality-TV“ zahlreiche Musikvideos, die durch das Heranzitieren von Bildkompositionen und -störungen der 1980er und 1990er Jahre die Idee und Ästhetik einer „analogen Nostalgie“ nahelegen. Weiterlesen

Gastvortrag von Patrick Honecker am 13.11.2018: Hast Du das schon getwittert? Wie die Digitalisierung das Berufsfeld ‚Wissenschaftskommunikation‘ verändert

Ringvorlesung Master Intermedia
Di, 13.11.2018 | 18:00 Uhr
Institut für Kunst und Kunsttheorie | Block B | .theater
R 2.212 | Gronewaldstraße 2 | Köln

Bild © Taimas Ahangari

Im Medienwandel der letzten Jahre hat die Bedeutung der sozialen Medien für die Organisationskommunikation deutlich zugenommen. Standen bisher vor allem absenderzentrierte Formen der Kommunikation im Vordergrund, hat sich durch das Aufkommen der sozialen Medien die Möglichkeit zum direkten Dialog und umfangreicher Interaktion mit verschiedenen Ziel- und Anspruchsgruppen entwickelt. Weiterlesen

Gastvortrag von Johannes Lierfeld am 06.11.2018: Das Kontrollproblem von künstlicher Intelligenz als ethische Herausforderung

Ringvorlesung Master Intermedia
Di, 06.11.2018 | 18:00 Uhr
Institut für Kunst und Kunsttheorie | Block B | .theater
R 2.212 | Gronewaldstraße 2 | Köln

Die Menschheit steht im Zeitalter der Digitalisierung vor epochalen Herausforderungen. Insbesondere das komplexe Feld der künstlichen Intelligenz ist hierbei von prominenter Bedeutung, denn Optimisten versprechen sich von KI die Lösung aller Probleme, während Skeptiker die Auslöschung oder Unterjochung durch hochentwickelte künstliche Agenten befürchten. Weiterlesen

Gastvortrag von Tim Wolfgarten am 23.10.2018: „Wo Sinn im Un-sinn entsteht“ – Empirische Zugänge zu bildlichen Repräsentationsformen und Sichtweisen auf Welt

Ringvorlesung Master Intermedia
Di, 23.10.2018 | 18:00 Uhr
Institut für Kunst und Kunsttheorie | Block B | .theater
R 2.212 | Gronewaldstraße 2 | Köln

Was wird über Bilder in Themenausstellungen zu Migration inhaltlich vermittelt und welche Affekte werden über die formale Bildgestaltung aufgerufen? Das sind die zwei zentralen Leitfragen der vorzustellenden Studie, für die insgesamt 814 Ausstellungen erhoben wurden, die seit dem Jahr 1974 in Deutschland besuchbar waren. Neben den zentralen Ergebnissen wird innerhalb des Vortrags vor allem auf das methodische Vorgehen eingegangen, wie auch das theoretische Vorverständnis dazu geklärt. Ziel soll es sein, empirische Zugänge zu bildlichen Repräsentationsformen sowie Sichtweisen auf Welt aus erziehungswissenschaftlicher Perspektive kennenzulernen und ggf. Bezüge sowie Transfermöglichkeiten für die eigenen Forschungsinteressen herzustellen.  Weiterlesen

Führung – Extern: „Black & White von Dürer bis Eliasson“ am 21.06.2018

DIE KÜNSTLER SIND ANWESEND
Zeitgenössische Positionen künstlerischer Praxis und Theorie

Do, 21.06.2018 | 17.15 Uhr
Museum Kunstpalast | Ehrenhof 4-5 | Düsseldorf

Hans Op de Beeck, The Collector´s House, 2016 Skulpturale Installation, Mixed Media, 4 × 20 × 12,5 m

Grau, die ideale Farbe – so Gerhard Richter. Seit jeher sind Künstler angezogen von einer Welt ohne Farbe. Durch die Konzentration auf Schwarz und Weiß fordern sie den Betrachter auf, Wahrnehmungsmuster und künstlerische Darstellungsweisen zu überdenken. Anhand von etwa 80 Arbeiten aus einem Zeitraum von 700 Jahren – Gemälde, Tapisserie, Glasmalerei, Fotografie und Grafik – präsentiert die Schau einen umfassenden Überblick über die besondere Faszination der Schwarz-Weiß-Malerei. Ausgehend von mittelalterlichen Grisaille-Werken bis zur Lichtinstallation „Room for one colour“ von Olafur Eliasson widmet sich die Ausstellung der Frage nach der visuellen Kraft der reduzierten Farbpalette. Weiterlesen

Gastkünstlervortrag von Claudia Chaseling am 14.06.2018: Spatial Painting

DIE KÜNSTLER SIND ANWESEND
Zeitgenössische Positionen künstlerischer Praxis und Theorie

Do, 14.06.2018 | 18 Uhr
Block C | Studio R 0.319 | Gronewaldstraße 2 | Universität zu Köln
Humanwissenschaftliche Fakultät | Institut für Kunst & Kunsttheorie

‚devolution‘, 2017, Aluminium und Eitempera auf Wand, Decke und Boden, 325 cm x 665 cm x 450 cm, Magic Beans Gallery, Berlin Foto: mock-up berlin, © Claudia Chaseling und VG Bild-Kunst, Bonn

Claudia Chaseling arbeitet mit wandgroßen Formaten und raumgreifen- den Wandmalereien, den Spatial Paintings. Mit Pigmenten malt sie Bewegungen organischer Formen, optisch umgekehrte Perspektiven und grell fluoreszierende Wellenstrukturen. Die Motive der raumorientierten Malerei bestehen aus verzerrten Landschaften, entfremdeten Orten, mutierten Pflanzen und Lebewesen, deren Deformationen von radioakti- ver Kontaminierung herrühren. Gemalte Textelemente, Internetlinks und Symbole im Bild eröffnen die Themen auf einer weiteren Ebene. Weiterlesen

Gastvortrag von Manfred Faßler am 19.06.2018: Metapher, Imagination oder Empirie: User*innen?

Ringvorlesung Master Intermedia
Di, 19.06.2018 | 18:00 Uhr
Institut für Kunst und Kunsttheorie | Block B | .theater
R 2.212 | Gronewaldstraße 2 | Köln

Foto: Manfred Faßler

„Soon everyone on Earth will be connected“, lautet der erste Satz des Kapitels „Our Future Selves“ in New Digital Age (E. Schmidt &J. Cohen 2013, 12). Angesprochen ist damit nicht nur die soziotechnische pax electronica (P. N. Howard, 2015). Angesprochen ist die Neuverfassung des modernen Sozialklassikers: Das Subjekt wird in die Datenströme und Problemlösungs-Communities „umquartiert“, als Käufer von Problem Solving, Datenlieferant und kreativer Debugger eingefordert. Seine kognitive Kontinuität kann sich nicht mehr auf „feste Vorstellungen“ berufen, sondern richtet sich im „flow“ der echtzeitigen Nutzungs- und Lösungsbedingungen ein, die von Daten-Plattformen unausweichlich angeboten werden. Weiterlesen

Gastvortrag von Marco Rüth am 12.06.2018: Lernen durch Computerspielen? Evaluation der Effektivität und Effizienz in der schulischen Praxis

Ringvorlesung Master Intermedia
Di, 12.06.2018 | 18:00 Uhr
Institut für Kunst und Kunsttheorie | Block B | .theater
R 2.212 | Gronewaldstraße 2 | Köln

Etwa drei von fünf Jugendlichen in Deutschland spielen in der Freizeit regelmäßig Computerspiele. Die Einbindung von Computerspielen in Schulen könnte also dem aktuellen Mediennutzungsverhalten vieler Schülerinnen und Schüler in Deutschland entgegenkommen. Eine Vielzahl an empirischen Forschungsarbeiten zu Computerspielen existiert bereits und deutet auf diverse förderliche wie unerwünschte Auswirkungen von Computerspielen hin. Zu den erwünschten – aber vor allem in der Praxis zu wenig untersuchten – Effekten von Computerspielen zählen auch Lerneffekte, also Erweiterungen des Wissensschatzes und des Verhaltensrepertoires. Es stellt sich also eine entscheidende Frage: Inwiefern sind Computerspiele zum Lernen im Schulunterricht geeignet? Weiterlesen

Gastvortrag von Goda Klumbyte und Loren Britton am 29.05.2018: Trans*re*lational Objects: In Search Of A Common Strategy for Arts and Computation

Ringvorlesung Master Intermedia
Di, 29.05.2018 | 18:00 Uhr
Institut für Kunst und Kunsttheorie | Block B | .theater
R 2.212 | Gronewaldstraße 2 | Köln

Loren Britton: Dear Dawn, Looking at You (Are you my Mother?), 2017-2018. Digital Image

Computation, and by extension “the digital”, is built on abstraction and formal universal language. In a sense, the computer is an “abstract machine” (cf. Deleuze) that manipulates and produces signs by means of a formal language. This requires a moment of “translation” of objects into and out of a language that is understandable to computers. In the arts, abstraction as a strategy in the West, stems from a long history beginning at the invention of photography by French artist and scientist Louis Daguerre in the mid 1830’s when painting was dethroned as the primary way of preserving images. Weiterlesen