Schlagwort-Archiv: Intermedia Ringvorlesung

Führung – Extern: „Black & White von Dürer bis Eliasson“ am 21.06.2018

DIE KÜNSTLER SIND ANWESEND
Zeitgenössische Positionen künstlerischer Praxis und Theorie

Do, 21.06.2018 | 17.15 Uhr
Museum Kunstpalast | Ehrenhof 4-5 | Düsseldorf

Hans Op de Beeck, The Collector´s House, 2016 Skulpturale Installation, Mixed Media, 4 × 20 × 12,5 m

Grau, die ideale Farbe – so Gerhard Richter. Seit jeher sind Künstler angezogen von einer Welt ohne Farbe. Durch die Konzentration auf Schwarz und Weiß fordern sie den Betrachter auf, Wahrnehmungsmuster und künstlerische Darstellungsweisen zu überdenken. Anhand von etwa 80 Arbeiten aus einem Zeitraum von 700 Jahren – Gemälde, Tapisserie, Glasmalerei, Fotografie und Grafik – präsentiert die Schau einen umfassenden Überblick über die besondere Faszination der Schwarz-Weiß-Malerei. Ausgehend von mittelalterlichen Grisaille-Werken bis zur Lichtinstallation „Room for one colour“ von Olafur Eliasson widmet sich die Ausstellung der Frage nach der visuellen Kraft der reduzierten Farbpalette. Weiterlesen

Gastkünstlervortrag von Claudia Chaseling am 14.06.2018: Spatial Painting

DIE KÜNSTLER SIND ANWESEND
Zeitgenössische Positionen künstlerischer Praxis und Theorie

Do, 14.06.2018 | 18 Uhr
Block C | Studio R 0.319 | Gronewaldstraße 2 | Universität zu Köln
Humanwissenschaftliche Fakultät | Institut für Kunst & Kunsttheorie

‚devolution‘, 2017, Aluminium und Eitempera auf Wand, Decke und Boden, 325 cm x 665 cm x 450 cm, Magic Beans Gallery, Berlin Foto: mock-up berlin, © Claudia Chaseling und VG Bild-Kunst, Bonn

Claudia Chaseling arbeitet mit wandgroßen Formaten und raumgreifen- den Wandmalereien, den Spatial Paintings. Mit Pigmenten malt sie Bewegungen organischer Formen, optisch umgekehrte Perspektiven und grell fluoreszierende Wellenstrukturen. Die Motive der raumorientierten Malerei bestehen aus verzerrten Landschaften, entfremdeten Orten, mutierten Pflanzen und Lebewesen, deren Deformationen von radioakti- ver Kontaminierung herrühren. Gemalte Textelemente, Internetlinks und Symbole im Bild eröffnen die Themen auf einer weiteren Ebene. Weiterlesen

Gastvortrag von Manfred Faßler am 19.06.2018: Metapher, Imagination oder Empirie: User*innen?

Ringvorlesung Master Intermedia
Di, 19.06.2018 | 18:00 Uhr
Institut für Kunst und Kunsttheorie | Block B | .theater
R 2.212 | Gronewaldstraße 2 | Köln

Foto: Manfred Faßler

„Soon everyone on Earth will be connected“, lautet der erste Satz des Kapitels „Our Future Selves“ in New Digital Age (E. Schmidt &J. Cohen 2013, 12). Angesprochen ist damit nicht nur die soziotechnische pax electronica (P. N. Howard, 2015). Angesprochen ist die Neuverfassung des modernen Sozialklassikers: Das Subjekt wird in die Datenströme und Problemlösungs-Communities „umquartiert“, als Käufer von Problem Solving, Datenlieferant und kreativer Debugger eingefordert. Seine kognitive Kontinuität kann sich nicht mehr auf „feste Vorstellungen“ berufen, sondern richtet sich im „flow“ der echtzeitigen Nutzungs- und Lösungsbedingungen ein, die von Daten-Plattformen unausweichlich angeboten werden. Weiterlesen

Gastvortrag von Marco Rüth am 12.06.2018: Lernen durch Computerspielen? Evaluation der Effektivität und Effizienz in der schulischen Praxis

Ringvorlesung Master Intermedia
Di, 12.06.2018 | 18:00 Uhr
Institut für Kunst und Kunsttheorie | Block B | .theater
R 2.212 | Gronewaldstraße 2 | Köln

Etwa drei von fünf Jugendlichen in Deutschland spielen in der Freizeit regelmäßig Computerspiele. Die Einbindung von Computerspielen in Schulen könnte also dem aktuellen Mediennutzungsverhalten vieler Schülerinnen und Schüler in Deutschland entgegenkommen. Eine Vielzahl an empirischen Forschungsarbeiten zu Computerspielen existiert bereits und deutet auf diverse förderliche wie unerwünschte Auswirkungen von Computerspielen hin. Zu den erwünschten – aber vor allem in der Praxis zu wenig untersuchten – Effekten von Computerspielen zählen auch Lerneffekte, also Erweiterungen des Wissensschatzes und des Verhaltensrepertoires. Es stellt sich also eine entscheidende Frage: Inwiefern sind Computerspiele zum Lernen im Schulunterricht geeignet? Weiterlesen

Gastvortrag von Goda Klumbyte und Loren Britton am 29.05.2018: Trans*re*lational Objects: In Search Of A Common Strategy for Arts and Computation

Ringvorlesung Master Intermedia
Di, 29.05.2018 | 18:00 Uhr
Institut für Kunst und Kunsttheorie | Block B | .theater
R 2.212 | Gronewaldstraße 2 | Köln

Loren Britton: Dear Dawn, Looking at You (Are you my Mother?), 2017-2018. Digital Image

Computation, and by extension “the digital”, is built on abstraction and formal universal language. In a sense, the computer is an “abstract machine” (cf. Deleuze) that manipulates and produces signs by means of a formal language. This requires a moment of “translation” of objects into and out of a language that is understandable to computers. In the arts, abstraction as a strategy in the West, stems from a long history beginning at the invention of photography by French artist and scientist Louis Daguerre in the mid 1830’s when painting was dethroned as the primary way of preserving images. Weiterlesen

Gastvortrag von Marisa Olson am 09.05.2018: WellWellWell, postinternet (art) & network culture

Ringvorlesung Master Intermedia
Mi, 09.05.2018 | 18:00 Uhr
Institut für Kunst und Kunsttheorie | Block B | .theater
R 2.212 | Gronewaldstraße 2 | Köln

WellWellWell (a riff on //www.) is Marisa Olson’s newest performative project to consider the nature of life in the postinternet era. Deploying both internet-based videos & live motivational lectures, Olson has crafted an alterego persona resembling an online meditation guru with a cult following as addicted to her as they are to the internet itself. The guru’s videos and lectures guide followers through creative visualization exercises, relaxation techniques, and heartfelt conversations about the way that digital technologies simultaneously stress us out and provide new tools for rebooting. WellWellWell is inspired by the contemporary wellness craze, but rooted in the historical relationship between cyberculture & counterculture, and continues Olson’s ongoing interests in the history of technology. http://wellwellwell.guru/

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Gastvortrag von Anika Meier am 08.05.2018: We need an upgrade on how we view art. Der weibliche Blick in der Post-Social-Media-Art

Ringvorlesung Master Intermedia
Di, 08.05.2018 | 18:00 Uhr
Institut für Kunst und Kunsttheorie | Block B | .theater
R 2.212 | Gronewaldstraße 2 | Köln

Das Internet und die sozialen Medien haben es möglich gemacht, dass sich eine neue Generation weiblicher Künstlerinnen miteinander vernetzt und sich Gehör verschafft. In den Medien werden sie Tumblr-Star, Instagram-Künstlerin oder Webcam-Prinzessin genannt, sie selbst bezeichnen sich als Reality Artist (Signe Pierce), Instagram-Model (Leah Schrager) und Online-Exhibitionistin (Molly Soda). Sie nutzen Smartphones, Tablets und Computer, um ihre Werke zu teilen und live in den sozialen Medien zu senden, von wo aus diese sich oft viral verbreiten. Sie übertragen ihr Leben, spielen Charaktere, schaffen ein Alter Ego, schlüpfen in Rollen und führen so Stereotype, Klischees und Archetypen vor Augen. Sie verwischen bewusst die Grenzen zwischen Kunst und Leben – manchmal bis zur Unkenntlichkeit. Beim Zuschauer lösen sie Unbehagen aus, wenn sie kritisch wie Arvida Byström und Molly Soda über Schönheitsideale reflektieren und Unbequemes wie ihre Periode und Körperhaare zeigen.

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Gastkünstlervortrag von Christoph Rodde: Materie Material

DIE KÜNSTLER SIND ANWESEND
Zeitgenössische Positionen künstlerischer Praxis und Theorie

Do, 17.05.2018 | 18 Uhr
Block C | Studio R 0.319 | Gronewaldstraße 2 | Universität zu Köln
Humanwissenschaftliche Fakultät | Institut für Kunst & Kunsttheorie

„Ein Dach für Anna S.“, 2016 (Foto: Lisa Stagge)

Mich hat das Räumliche immer besonders fasziniert und z.B. Papier, geknüllt, mehr interessiert als das flache Blatt. Durch eigenes Bewegen den Standpunkt zu ändern und so eine ganz andere Perspektive auf ein und dasselbe zu erhalten und sich darüber auch klar zu werden, ist eine fundamentale Erfahrung – immer wieder!
Mit realen Gegenständen zu arbeiten, ist ganz anders als auf der Fläche einer Leinwand oder eines Papiers. Hier kann alles entstehen, und das hat eine ganz spezifische und einzigartige Kraft.

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Gastkünstlervortrag von Robert Klümpen: Das Licht der Bilder

DIE KÜNSTLER SIND ANWESEND
Zeitgenössische Positionen künstlerischer Praxis und Theorie

Do, 03.05.2018 | 18 Uhr
Block C | Studio R 0.319 | Gronewaldstraße 2 | Universität zu Köln
Humanwissenschaftliche Fakultät | Institut für Kunst & Kunsttheorie

Ausstellungsansicht „Vorstellung“, 2016, Oktogon Dresden (Foto: Robert Vanis, Dresden)

In Robert Klümpens oft großformatigen und farbkräftigen Gemälden sind zwei gegensätzliche Impulse in ein spannungsvolles, labiles Gleichgewicht gebracht. Einem virtuosen Schwelgen in der sinnlichen Fülle der malerischen Mittel steht, insbesondere in seinen neuesten Bilder, ein Hang zu fast minimalistischer Reduktion gegenüber. Deutlich erkennbare Motive wie auf den früheren Bildern, etwa Kioskbuden, Straßenlaternen oder Kircheninterieurs, tauchen nicht mehr auf. Übrig bleibt gleichsam nur noch die meist nächtliche Beleuchtung. Das mit unterschiedlichen malerischen Techniken, mit dem Pinsel oder mit der Sprühdose, auf die Leinwand Gebrachte wird zum großen Teil wieder abgerieben oder –gewaschen. Weiterlesen

Gastvortrag von Anna Morten am 12.12.2017: Die Wirksamkeit audiovisueller Gegenbotschaften gegen extremistische Propaganda

Ringvorlesung Master Intermedia
Di, 12.12.2017 | 18:00 Uhr
Institut für Kunst und Kunsttheorie | Block B | .mbr
R 2.212 | Gronewaldstraße 2 | Köln

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Immer mehr Menschen sind durch die zunehmende Verbreitung digitaler Endgeräte nahezu permanent online. So kann mit Hilfe digitaler Inhalte eine erhebliche Reichweite erzeugt und ein wachsendes Publikum beinahe rund um die Uhr erreicht werden. Auch die Produzenten extremistischer Propaganda machen sich vor diesem Hintergrund die günstigen Produktionskosten sowie die globale Abrufbarkeit online verfügbarer Medieninhalte zunutze. Durch den Einsatz von sogenannten Counter-Narrativen (Gegenbotschaften) soll extremistische Propaganda entkräftet werden. Da ein großer Teil extremistisch propagandistischer Onlinemedien in audiovisueller Form vorliegt, besteht eine viel diskutierte Präventionsstrategie in der Produktion von Counter-Narrativen in Form von Videobotschaften. So erhalten im Rahmen der deutschen „Search Racism. Find Truth“-Kampagne Personen, die nach flüchtlingsfeindlichen oder rassistischen Inhalten suchen, als YouTube-Werbung Videos in denen Geflüchtete die propagandistischen Inhalte der zur Suchanfrage passenden Videos gezielt wiederlegen. Weiterlesen