Archiv für den Autor: annemarie

Gastvortrag von Mandy Schiefner-Rohs am 24.11.2017: Und täglich grüßt das Murmeltier: Zur Rolle von digitalen Medien in Lehrkonzeptionen Dozierender

Ringvorlesung Master Intermedia
Di, 14.11.2017 | 18:00 Uhr
Institut für Kunst und Kunsttheorie | Block B | .mbr
R 2.212 | Gronewaldstraße 2 | Köln

Digitalisierung lautet das Schlagwort der letzten Jahre. Und schaut man in Debatten um Digitalisierung in Schule, Hochschule und Arbeitswelt, so wird schnell klar: In Deutschland beseht hinsichtlich der Integration digitaler Medien in Bildungsinsitutionen dringender Handlungsbedarf. So kommt es nicht von ungefähr, dass auch der studentische Alltag mehr und mehr von Medien durchdrungen ist: von A wie Anmeldung bis zur Z wie Zulassung.
Bezogen auf die Rolle digitaler Medien in der Lehre könnte das Z auch doppeldeutig zwischen Zumutung und Zu-Mutung gelesen werden: Was muten Lehrende Studierenden eigentlich zu? So kann Gestaltung von Lehr-Lernarrangements an der Hochschule als ermöglichende oder hemmende Rahmenbedingung für Medienhandeln in der Hochschule betrachtet werden. Der Vortrag nimmt daher auf Grundlage erster Ergebnisse eines Reviews im BMBF-Projekt You(r) Study – Eigensinnig Studieren im ‚digitalen Zeitalter’ die Gestaltung von Lehr-Lernarrangements mit digitalen Medien in den Blick. Zentral sind spezielle Fragen danach, wie digitale Medien in Lehr-Lernkonzepte Dozierender integriert werden und welche hochschuldidaktischen Erfahrungen es mit digitalen Medien in einzelnen Disziplinen gibt bzw. welche Vorstellungen von Medien in Diskursen um Medien in der Hochschule zu finden sind. Gemeinsam wollen wir diskutieren, inwieweit diese Entscheidungen studentisches Medienhandeln prägen können.

JProf. Dr. Mandy Schiefner-Rohs ist Juniorprofessorin für Pädagogik an der TU Kaiserslautern. Sie hat Erziehungswissenschaft, Kunstgeschichte und Informationswissenschaft studiert und war in unterschiedlichen Universitäten in Deutschland und der Schweiz in Wissenschaft, Lehre und dem Bereich Hochschuldidaktik/E-Learning tätig.

Vortrag von Michael Seemann am 24.10.2017: Digitaler Tribalismus – Die wahre Geschichte hinter Fake News

Ringvorlesung Master Intermedia
Di, 24.10.2017 | 17:45 Uhr
Institut für Kunst und Kunsttheorie | Block B | .mbr
R 2.212 | Gronewaldstraße 2 | Köln

 

Post-Truth oder postfaktisches Zeitalter wird unsere Epoche schon genannt. Grund dafür sind aus den Fugen geratene Informationssyteme, die seit dem Internet die Öffentlichkeit mit immer mehr Falschinformationen fluten. Die Erklärungen sind vielseitig: von russischen Trollfarmen bis algorithmischen Filterbubbles gibt es viele Erklärungsversuche. Wir haben in einer Studie untersucht, wie sich Fake News in Deutschland tatsächlich verbreiten und sind dabei auf ein ganz anderes Phänomen gestoßen. Digitale Stämme formieren sich im Internet und wähnen sich in einem fortwährenden Informationskrieg mit der „Lügenpresse“. Fake News sind nichts weiter das Futter für bestätigungshungrige Stämme und somit Munition in ihrem Kampf um die Deutungshoheit – und um ihre Identität.

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Studentische Mitarbeiter*innen am Institut für Kunst & Kunsttheorie gesucht

Die Universität zu Köln, Institut für Kunst & Kunsttheorie (Prof. Dr. Torsten Meyer) sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt

4 bis 6 studentische und wissenschaftliche Hilfskräfte (SHK, WHF) 

mit einem Stundenkontingent von je 6 bis 12 Stunden pro Woche im Projekt Flipping University.

Profil
Das Projekt Flipping University widmet sich der Hochschulentwicklung im Horizont grundsätzlich veränderter Medienkulturen. Das zukunftsorientierte Pilotprojekt soll ausgehend vom Prinzip des „Flipped Classroom“ am Beispiel des Instituts für Kunst & Kunsttheorie helfen, eine neue, dem veränderten Umgang mit Wissen im fortgeschrittenen 21. Jahrhundert entsprechende Lehr- und Lernkultur zu etablieren.
Die Projektorganisation sieht sechs eigenständige Arbeitsbereiche vor (Educational Ressources, Portfolio Learning, Infrastructure Design, Maker Spaces, Display University Life, Networking beyond), die auf verschiedenen Ebenen der universitären Organisation in einem breit wirksamen, zweijährigen Prozess in enger Abstimmung mit zentralen Einrichtungen der Universität zu Köln auf drei wesentlichen Aktionsfeldern aktiv werden: 1. Flipped Classrooms, 2. Learning Spaces, 3. Community Building. vgl http://kunst.uni-koeln.de/projekte/flipping-university Weiterlesen

Vortrag von Tobias Ortmanns am 31.01.2017: Das Blinde im Visuellen – Radio, Podcast und andere Alltäglichkeiten

Ringvorlesung Master Intermedia
Di, 31.01.2017 | 17:45 Uhr
Institut für Kunst und Kunsttheorie | Block B | Theaterraum
R 2.212 | Gronewaldstraße 2 | Köln

Radio – das erste elektronische Massenmedium – hat im Laufe seiner Geschichte viele Veränderungen durchlaufen. Die aktuellsten Veränderungen des Mediums sind im Rahmen der Digitalisierung zu beobachten. Sie betreffen die Strukturen von Kommunikatoren, Angeboten und die Rezeptionssituation von Konsumenten.

Das „blinde Medium“, wie das Radio in einer seiner Medientheorien beschrieben wird, sieht sich in der Folge der Popularisierung des WWW in der Pflicht, Aspekte seines primär akustischen Angebots im Visuellen abzubilden. Ausprägungen dieser Entwicklung kann man beispielsweise in Form von Websites, Apps und Mediatheken beobachten, die ihrerseits auf Distributionswege wie Streams und Podcast zurückgreifen. Weiterlesen

Vortrag von Annemarie Hahn am 17.01.2017: Who is Kilroy? Autorschaft im Netz

Ringvorlesung Master Intermedia
Di, 17.01.2017 | 17:45 Uhr
Institut für Kunst und Kunsttheorie | Block B | Theaterraum
R 2.212 | Gronewaldstraße 2 | Köln

Hahn

Kilroy ist eine Figur, die seit den 40er Jahren immer wieder an verschiedenen Orten auftaucht, zunächst auf Schiffen, später vermehrt an Hauswänden, dann auch als Figur in Literatur, Musik, in Spielen … in der Regel in Begleitung des Schriftzugs „Kilroy was here“.

„Kilroy was here“ ist ein Mem. Wie die meisten Meme ist es von Menschen gemacht, von Technologien verbreitet und durch verschiedene Dinge mitproduziert. Kilroy was here hat mindestens eine Geschichte, aber keinen Autor. Weiterlesen

Gastvortrag von Heidi Schelhowe am 10.01.2017: Von der Rechenmaschine zum Kommunikations- und Bildungsmedium

Ringvorlesung Master Intermedia
Di, 10.01.2017 | 17:45 Uhr
Institut für Kunst und Kunsttheorie | Block B | Theaterraum
R 2.212 | Gronewaldstraße 2 | Köln

schelhowe

Im gesellschaftlichen Diskurs wird von der einen Seite die Gefahr der Verdummung durch den Einsatz von Computern in Bildungskontexten beschworen, von der anderen Seite werden Utopien vom revolutionär neuen Zugang zu selbstbestimmtem und motivierendem Lernen gezeichnet. Für den Bildungskontext geht es gegenüber solchen polarisierenden Prognosen jedoch darum, Potenziale zu entdecken und die Zukunft zu gestalten; das gilt für die Digitalen Medien selbst wie auch für die damit verknüpften Lernszenarien. Weiterlesen

Gastvortrag von Marco Rüth am 13.12.2016: E-Learning/Teaching – Studium und Lehre zwischen modernen Methoden, praktischen Problemen und trendigen Tools

Ringvorlesung Master Intermedia
Di, 13.12.2016 | 17:45 Uhr
Institut für Kunst und Kunsttheorie | Block B | Theaterraum
R 2.212 | Gronewaldstraße 2 | Köln

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E-Learning ist allgegenwärtig und bezeichnet als populärer Sammelbegriff alles, was Lernen mit Technologie verbindet. Internet, Apps, Digitalisierung – technologischer Fortschritt schafft Möglichkeiten oft schneller, als dass die daraus resultierenden Veränderungen ausreichend wissenschaftlich fundiert betrachtet und bewertet werden können. Dieser Vortrag lädt ein auf eine Reise, die bei der Grundfrage „Warum E-Learning?“ beginnt und mit „Wohin (mit) E-Learning?“ schließt. Der Vortrag möchte durch Praxisbeispiele und Perspektivwechsel eine gemeinsame neue Sicht ermöglichen, sowohl auf Perspektiven der Forschung über E-Learning als auch die möglichen Auswirkungen einer immens wachsenden E-Learning Branche in Deutschland. Weiterlesen

Gastvortrag von Thorsten Lorenz am 6.12.2016: Medien-Utopien. Wie Protest eine programmtaugliche Marke wird.

Ringvorlesung Master Intermedia
Di, 6.12.2016 | 17:45 Uhr
Institut für Kunst und Kunsttheorie | Block B | Theaterraum
R 2.212 | Gronewaldstraße 2 | Köln

This image was originally posted to Flickr by Strevo at http://flickr.com/photos/81813159@N00/2255202246. It was reviewed on 11 February 2008 by the FlickreviewR robot and was confirmed to be licensed under the terms of the cc-by-sa-2.0.

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Im Fernsehen ist jeder willkommen: als Protestler und Revolutionär. Die Utopiekraft des Massenmediums, seine Gefräßigkeit für Themen des Andersseins, die Lust am Insularen ist unermesslich. Die Medienindustrie schmückt sich mit Alternativlern, die sich einst aus Randgruppen rekrutierten, inzwischen aber selbst erfolgreich zu dem Markt gehören, gegen den sie sich ursprünglich wandten. Der Werbe- und Programmmarkt liebt diese fremden und faszinierenden Welten des Ausstiegs.
Protest als Marke erzählt von den Anfängen und Enden dieser Programmutopien und –idiotien, die unter dem Banner der Revolution oder des Ausstiegs segelten: von der Medienprofessionalität der Kommune 1 im Berlin der 1968er, die die Revolution verkündete, bis zum insularen RTL-Robinson Crusoe ihres Models Rainer Langhans; von Jeans-Imperien, die Demonstranten zur Werbeikone erklären; bis zu protestierenden Glücksgesellschaften in Marketings von Autofirmen und Raiffeisenbanken. Als politische Alternative wurden einst Whole-Earth-Kataloge und Selbstorganisations-Utopien geschmiedet, deren Leser sehr real im Silicon Valley aus- und einstiegen. Be foolish hieß ihr Ausstiegsslogan, mit dem sich auch Steve Jobs zum Milliardär nährte. Das neueste Keyword des Werbemarketings aber heißt „Wir“. WIR sind die neue Medienutopie. Protest und Partizipation sind die neuen Marktideologien, die berechenbar geworden sind. Die einstigen Wilden und Aussteiger sind domestiziert in einem Käfig voller Narren.

Thorsten Lorenz ist  seit 1996 Professor für Medienbildung an der PH Heidelberg, Leiter des Medienzentrums und Leitung des Masterstudiengangs E-Learning & Medienbildung. 1985 – 1996 Fernsehredakteur, Regisseur, Moderator, Produzent im Bereich Musik, Kultur, Bildung & Wissenschaft sowie Aktuelles für ARD, ZDF u.a. Seitdem freier Essayist und Programmberater für Hörfunk. Schwerpunkte: Medien, Bildung und Wissensgesellschaft; Medientheorie & Mediengeschichte; Musik und Medien; Bildungsmedien & Journalismus.

Gastvortrag von Sandra Hofhues am 29.11.2016: Eigensinnig studieren? #wtf

Ringvorlesung Master Intermedia
Di, 29.11.2016 | 17:45 Uhr
Institut für Kunst und Kunsttheorie | Block B | Theaterraum
R 2.212 | Gronewaldstraße 2 | Köln

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Jun.-Prof. Dr. Sandra Hofhues fragt in ihrem Vortrag danach, ob und unter welchen Bedingungen in Zeiten von digitalen Medien, Bologna und Co. ein eigensinniges Studium möglich ist. Sie gibt Einblicke in ihr aktuelles Forschungsprojekt, das sich speziell eigensinnigem Medienhandeln von Studierenden widmet. Diskutiert werden auch forschungsmethodologische Ansätze zur angemessenen (empirischen) Untersuchung.

Sandra Hofhues ist Juniorprofessorin für Mediendidaktik/Medienpädagogik am Institut für Allgemeine Didaktik und Schulforschung der Universität zu Köln. Ihre Schwerpunkte liegen in den Bereichen Übergangsgestaltung mit digitalen Medien sowie Medienbildung an der Hochschule. Mehr unter: www.sandrahofhues.de | @shofhues