Gastvortrag von Florian Pfab am 04.07.2018: Was ist Kreativität? Definitionen zwischen Schöpfermythos und Konstruktivismus

immermittwochs_logo_blau-300x150Kunstpädagogische Positionen
Mi, 04.07.2018 | 16 Uhr
Institut für Kunst und Kunsttheorie | Block B | .theater
R 2.212 | Gronewaldstraße 2 | Köln

Black Box, © STEMteachersNYC

Zwischen der „Kreativität“ und dem künstlerischen Gestaltungsprozess besteht eine Verbindung, die so selbstverständlich scheint, dass sie kaum in Frage gestellt wird. Da durch die gestiegene Relevanz und die veränderte Funktion der Kreativität in Wissenschaft und Gesellschaft ihre Bedeutung immer wieder neu verhandelt wird, muss auch die Verbindung zwischen Kreativität und Kunst mit ihren Bedingungen und Funktionen neu gedacht werden. Gerade im Fachdiskurs der Kunstpädagogik klammert man sich an Erklärungsversuche, die immer noch in der Tradition von Schöpfermythos und subjektempathischen Theorieerzählungen stehen. Dabei zeigen Untersuchungen von Simonton (1999) und Reckwitz (2012), dass Kreativität sowohl als allgegenwärtige ökonomische Anforderung als auch als evolutionstheoretisches Prinzip zwischen Variation und Selektion verstanden werden kann. Vor diesem Hintergrund ist die Beantwortung der Frage „Was ist Kreativität im künstlerischen Gestaltungsprozess?“ überfällig.

Florian Pfab (Dr. phil.), geb. 1982, unterrichtet seit 2016 als Lehrer Kunst und Deutsch in Bayern und forscht an systemtheoretischen Zugängen zur bildenden Kunst. 2009 schloss er sein Magisterstudium in Germanistik und Kunst an der Universität Regensburg ab. Von 2010 bis 2016 arbeitete er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kunsterziehung der Universität Regensburg, wo er im Bereich Bildende Kunst und Ästhetische Erziehung promovierte.