Eröffnung: Labor für Kunst und Forschung

Eröffnungsveranstaltung 
Labor für Kunst und Forschung
mit Vorträgen von Ebba Durstewitz und Julia Scher
am 09.12.2015 um 18 Uhr

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Das Labor für Kunst und Forschung (LfKF) des Instituts für Kunst und Kunsttheorie / Intermedia der Universität zu Köln ist ein Labor für künstlerisch-forschende Praxis, experimentelles Archiv und Plattform für Ausstellungen, Workshops und Vorträge mit dem thematischen Schwerpunkt „Mass Observation 2.0 — Research into the Everyday“. Das Projekt zielt darauf ab, medienkulturelle Phänomene – insbesondere die Rolle und Auswirkungen der digitalen Medien – in einem fachübergreifenden Kontext zu analysieren und neue Verfahren und Ansätze zu erarbeiten, mit ihnen umzugehen und sie nutzbar zu machen. In diesem Zusammenhang wird insbesondere dem Feld der künstlerischen Forschung Raum gegeben: in einem interkulturell ausgerichteten Projekt wird die Rolle der künstlerisch-medialen Praxis als Möglichkeit der Wissensaneignung und –produktion untersucht.

Am 09.12. finde die Eröffnungsveranstaltung des Labors in neuen Räumen in der Dürener Straße mit Vorträgen der Wissenschaftlerin und Musikerin Ebba Durstewitz und der Medienkünstlerin Julia Scher statt.
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Ebba Durstewitz ist promovierte Literaturwissenschaftlerin, Musikerin, freie Autorin, Vortragende, Übersetzerin aus dem Portugiesischen und Ex-Galeristin. Eine wichtige Konstante in ihrem Leben bildet die Musik. Gemeinsam mit Jakobus Durstewitz (geb. Siebels) gründete sie Mitte der 1990er Jahre im Umfeld dessen, was als sogenannte „Hamburger Schule“ in die Geschichte der deutschen Popkultur einging, die Band jakönigja, mit der sie zur Zeit an der Veröffentlichung des sechsten Studioalbums arbeitet. 2014 konzipierte und leitete sie in Hamburg das künstlerisch-wissenschaftliche Festival Scienceville, das sich der Wissenschaftsvermittlung mit den Methoden der Kunst verschrieben hat. Als ein Versuchslabor, in dem der Frage nachgespürt wurde, wie viel die Interaktion von Kunst und Wissenschaft für das Entwickeln und Vermitteln wissenschaftlicher und künstlerischer Inhalte bringt, leistete Scienceville einen weit über die Grenzen Hamburgs hinaus rezipierten Beitrag zum derzeit viel diskutierten Feld der künstlerischen Forschung. Ebba Durstewitz lebt in Hamburg und Schneverdingen.

Julia Scher wuchs in Hollywood auf und studierte Kunst an der University of California, Los Angeles (UCLA) und der University of Minnesota. Seit über zwanzig Jahren arbeitet sie zu der Frage, wie öffentlicher Raum durch Techniken der Überwachung determiniert ist und welche Rolle (elektronische) Kontrollsysteme in der kapitalistischen Gesellschaft und dem Cyberspace spielen. In ihren oft temporär und transitorisch angelegten Projekte kombiniert sie unterschiedliche künstlerische Methoden und Medien wie interaktive Installationen, Performances, Fotografien, Texte, Sound, Video und webbasierte Interventionen. Ihre Arbeiten wurden in internationalen Ausstellungen gezeigt, u.a. anlässlich der Venedig Biennale, der Whitney Biennale, im Wexner Center for the Arts, Columbus, Ohio, dem Walker Art Center, Minneapolis, Minnesota, und dem Museo Nacional, Centro de Arte, Reina Sofia, Madrid. Sie erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen und unterrichtete am MIT, Cambridge, der UCLA und der Lesley University Boston. Julia Scher lebt in New York und Köln und ist dort seit 2006 Professorin für Medienkunst an der Kunsthochschule für Medien Köln.

Labor für Kunst und Forschung
Dürener Str. 89
City Passagen, 1. Etage
50931 Köln

info-LfKF@uni-koeln.de
www.laborfuerkunstundforschung.de