Von Mosh bis Mini Playback Show – Projektpräsentation am 13.10. (Köln) und 16.10.2015 (Berlin)

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Die Anfänge des deutschen Privatfernsehens in den 1980er und 90er Jahren werden oft mit Qualitätsverfall und Kommerzialisierung des Mediums gleichgesetzt.

Eine wichtige Säule des Programms stellte von Anfang an das Musikfernsehen dar – sowohl als Experimentierbühne für neuartige Formen des Fernsehens, und Karrieresprungbrett für deren Macher, wie auch als Triebfeder für den Aufschwung des Privatfernsehens insgesamt.

Eine Vielzahl von Musikformaten zu ganz unterschiedlichen Genres entstanden. Neben diversen Pop- und Volksmusiksendungen existierten auch Formate über Heavy-Metal („Mosh“ | RTL 1988-89), Independentmusik („Off Beat“ | Tele 5 1988-90) oder Dance („Tanz House” | Tele 5 1988-90).

Das in Kooperation mit der Universität der Künste Berlin durchgeführte Seminar (Leitung: Jun.-Prof. Dr. Peter Moormann | Dr. Matthias Pasdzierny) thematisiert die in der Forschung bislang kaum beschriebenen Entwicklungen dieser Zeit. Hierzu wurden umfassende Quellenrecherchen unternommen und Interviews mit einigen der Protagonisten jener Ära geführt. In Projektarbeit entstanden aus diesem Material filmische oder webbasierte Kurzdokumentationen zu wichtigen Formaten und Personen des frühen privaten Musikfernsehens in Deutschland. Diese werden schließlich an den Universitäten in Köln und Berlin präsentiert, woran sich eine Expertendiskussion mit geladenen Gästen (u.a. Jörg Gerle – Film-Dienst | Christian Titze – rbb-Fernsehen | Anne Rabe – Drehbuchautorin) anschließt.