‚Kojak, Fernando, der Tod und die Motorräder’ // Gastvortrag Philip Tagg // 16.06.2014

taggfotoProf. Dr. Philip Tagg, Univ. of Huddersfield
Montag, 16.06.2014
17:45 Uhr, Raum 241 (HF-Hauptgebäude)
Music‘s Meanings
Kojak, Fernando, der Tod und die Motorräder

Im Rahmen des Intermedia-Seminars „Sound Matters“ spricht Philip Tagg über die von ihm entwickelten Analysemethoden für „Non-Musos“. Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen.

In seiner Dissertation beschäftigte er sich 1979 auf nicht weniger als 424 Seiten mit der 50-sekündigen Titelmusik zur Krimiserie Kojak. Heute gilt das Kojak-Buch des 1944 geborenen Musikforschers Philip Tagg als Meilenstein der „Popular Music Studies“. Später legte Tagg z.B. mit ideologiekritischen Studien zu Abbas Hit „Fernando“ nach, analysierte Shampoowerbung, Motorradmusik oder das Audio Branding von Computerchips. Tagg dekonstruierte das Konzept „Black Music“, verteidigte Techno Raves oder das Zitatrecht. Er widerlegte manche Auswüchse von Rockismus und Eurozentrismus in der Musikwissenschaft und entführte die Klangsemiotik aus dem Elfenbeinturm. Sich mit aktueller Medienmusik zu beschäftigten, ist für Tagg weder Hobby noch akademischer Populismus, sondern eine demokratische Pflicht.

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