Gastvortrag von Marco Rüth am 13.12.2016: E-Learning/Teaching – Studium und Lehre zwischen modernen Methoden, praktischen Problemen und trendigen Tools

Ringvorlesung Master Intermedia
Di, 13.12.2016 | 17:45 Uhr
Institut für Kunst und Kunsttheorie | Block B | Theaterraum
R 2.212 | Gronewaldstraße 2 | Köln

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E-Learning ist allgegenwärtig und bezeichnet als populärer Sammelbegriff alles, was Lernen mit Technologie verbindet. Internet, Apps, Digitalisierung – technologischer Fortschritt schafft Möglichkeiten oft schneller, als dass die daraus resultierenden Veränderungen ausreichend wissenschaftlich fundiert betrachtet und bewertet werden können. Dieser Vortrag lädt ein auf eine Reise, die bei der Grundfrage „Warum E-Learning?“ beginnt und mit „Wohin (mit) E-Learning?“ schließt. Der Vortrag möchte durch Praxisbeispiele und Perspektivwechsel eine gemeinsame neue Sicht ermöglichen, sowohl auf Perspektiven der Forschung über E-Learning als auch die möglichen Auswirkungen einer immens wachsenden E-Learning Branche in Deutschland. Weiterlesen

Gastvortrag von Thorsten Lorenz am 6.12.2016: Medien-Utopien. Wie Protest eine programmtaugliche Marke wird.

Ringvorlesung Master Intermedia
Di, 6.12.2016 | 17:45 Uhr
Institut für Kunst und Kunsttheorie | Block B | Theaterraum
R 2.212 | Gronewaldstraße 2 | Köln

This image was originally posted to Flickr by Strevo at http://flickr.com/photos/81813159@N00/2255202246. It was reviewed on 11 February 2008 by the FlickreviewR robot and was confirmed to be licensed under the terms of the cc-by-sa-2.0.

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Im Fernsehen ist jeder willkommen: als Protestler und Revolutionär. Die Utopiekraft des Massenmediums, seine Gefräßigkeit für Themen des Andersseins, die Lust am Insularen ist unermesslich. Die Medienindustrie schmückt sich mit Alternativlern, die sich einst aus Randgruppen rekrutierten, inzwischen aber selbst erfolgreich zu dem Markt gehören, gegen den sie sich ursprünglich wandten. Der Werbe- und Programmmarkt liebt diese fremden und faszinierenden Welten des Ausstiegs.
Protest als Marke erzählt von den Anfängen und Enden dieser Programmutopien und –idiotien, die unter dem Banner der Revolution oder des Ausstiegs segelten: von der Medienprofessionalität der Kommune 1 im Berlin der 1968er, die die Revolution verkündete, bis zum insularen RTL-Robinson Crusoe ihres Models Rainer Langhans; von Jeans-Imperien, die Demonstranten zur Werbeikone erklären; bis zu protestierenden Glücksgesellschaften in Marketings von Autofirmen und Raiffeisenbanken. Als politische Alternative wurden einst Whole-Earth-Kataloge und Selbstorganisations-Utopien geschmiedet, deren Leser sehr real im Silicon Valley aus- und einstiegen. Be foolish hieß ihr Ausstiegsslogan, mit dem sich auch Steve Jobs zum Milliardär nährte. Das neueste Keyword des Werbemarketings aber heißt „Wir“. WIR sind die neue Medienutopie. Protest und Partizipation sind die neuen Marktideologien, die berechenbar geworden sind. Die einstigen Wilden und Aussteiger sind domestiziert in einem Käfig voller Narren.

Thorsten Lorenz ist  seit 1996 Professor für Medienbildung an der PH Heidelberg, Leiter des Medienzentrums und Leitung des Masterstudiengangs E-Learning & Medienbildung. 1985 – 1996 Fernsehredakteur, Regisseur, Moderator, Produzent im Bereich Musik, Kultur, Bildung & Wissenschaft sowie Aktuelles für ARD, ZDF u.a. Seitdem freier Essayist und Programmberater für Hörfunk. Schwerpunkte: Medien, Bildung und Wissensgesellschaft; Medientheorie & Mediengeschichte; Musik und Medien; Bildungsmedien & Journalismus.

Vortrag von Jakob Kolding am 08.12.2016: Another world with difficulties.

Do., 08.12.2016, 18:00 Uhr
LfKF, City Passagen, 1. Stock
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Wir freuen uns sehr Sie zum Werkvortrag „Another World with Difficulties“ von Jakob Kolding einladen zu können.
Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt. Weiterlesen

Gastvortrag von Sandra Hofhues am 29.11.2016: Eigensinnig studieren? #wtf

Ringvorlesung Master Intermedia
Di, 29.11.2016 | 17:45 Uhr
Institut für Kunst und Kunsttheorie | Block B | Theaterraum
R 2.212 | Gronewaldstraße 2 | Köln

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Jun.-Prof. Dr. Sandra Hofhues fragt in ihrem Vortrag danach, ob und unter welchen Bedingungen in Zeiten von digitalen Medien, Bologna und Co. ein eigensinniges Studium möglich ist. Sie gibt Einblicke in ihr aktuelles Forschungsprojekt, das sich speziell eigensinnigem Medienhandeln von Studierenden widmet. Diskutiert werden auch forschungsmethodologische Ansätze zur angemessenen (empirischen) Untersuchung.

Sandra Hofhues ist Juniorprofessorin für Mediendidaktik/Medienpädagogik am Institut für Allgemeine Didaktik und Schulforschung der Universität zu Köln. Ihre Schwerpunkte liegen in den Bereichen Übergangsgestaltung mit digitalen Medien sowie Medienbildung an der Hochschule. Mehr unter: www.sandrahofhues.de | @shofhues

Vortrag von Paul Willemsen am 23.11.2016: A Matter of Life and Death. Cemeteries, Heterotopias and Memento Mori: a Photographic Journey

Mi. 23.11.2016, 16:00 Uhr
LfKF, Dürener Str. 89, City Passagen, 1. Stock
16_blogankuendigung_willemsenWir freuen uns sehr Sie zum Vortrag von Paul Willemsen ‚A Matter of Life and Death. Cemeteries, Heterotopias and Memento Mori: a Photographic Journey‘ einladen zu können.

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Gastvortrag von Michael Seemann am 22.11.2016: Der Aufstieg der Plattformen – Wie aus der Netzutopie die neue Macht entstand

Ringvorlesung Master Intermedia
Di, 22.11.2016 | 17:45 Uhr
Institut für Kunst und Kunsttheorie | Block B | Theaterraum
R 2.212 | Gronewaldstraße 2 | Köln

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Plattformen regulieren unsere Leben und immer größere Teile der Wirtschaft. Als globale Player sind rechtlich kaum mehr zu fassen und knapsen dem Staat als Organisationsform von Gesellschaft immer mehr Kompetenzen ab. Plattformen sind und definieren die Standards nach denen wir leben. Es scheint so, dass mit den Plattformen zum ersten Mal eine neues gesellschaftliches Ordnungsprinzip auf den Plan getreten, dass den Nationalstaat ernsthaft herauszufordern im Stande ist.
In dem Vortrag wird es darum gehen, wie aus den Netzutopien der Gleichheit der Kommunikation diese neue Machtstruktur hat entstehen können, wie ihre Mechanismen der Macht funktionieren und wie sie dabei ist, die Gesellschaft zu verändern.
Michael Seemann, geboren 1977, studierte Angewandte Kulturwissenschaft in Lüneburg. Seit 2005 ist er mit verschiedenen Projekten im Internet aktiv. Er gründete twitkrit.de und die Twitterlesung, organisierte verschiedene Veranstaltungen und betreibt den populären Podcast wir.muessenreden.de. Anfang 2010 begann er das Blog CTRL-Verlust zuerst bei der FAZ, seit September auf eigene Faust, in dem er über den Verlust der Kontrolle über die Daten im Internet schreibt. Normal bloggt er unter mspr0.de und schreibt unregelmäßig für verschiedene Medien wie RollingStone, ZEIT Online, SPEX, SPIEGEL Online, c’t und das DU Magazin. Er hält Vorträge an Universitäten und wissenschaftlichen Konferenzen zu seinen Themen “Kontrollverlust” im Internet, “Plattformneutralität” und der “Queryology“.

Screening, Künstlergespräch und Workshop mit Deimantas Narkevičius

bloganku-ndigung_narkevicius_neuDo, 17.11.2016, 19 Uhr / Thu 7 pm
Ort: Temporary Gallery, Mauritiuswall 35, Köln

Screenings und Künstlergespräch von Deimantas Narkevičius, moderiert von Regina Barunke (en)

Fr, 18.11.2016, 10-13 Uhr / Fri 10 am – 1 pm
Ort: Labor für Kunst und Forschung, Dürener Str. 89, CITY Passagen, 1. Etage, Köln
Workshop mit Deimantas Narkevičius (en)
Anmeldung bis / Registration until 11.11.2016info-LfKF@uni-koeln.de
The workshop is limited to 15 people total.

Eine Kooperation der Temporary Gallery mit dem LABOR FÜR KUNST UND FORSCHUNG des Instituts für Kunst und Kunsttheorie /  
Intermedia der Universität zu Köln im Rahmen der Ausstellung „Straub/Huillet/Weiss. Fremdheit gegenüber unserer engen, vertrauten Welt“

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